Wie KI unsere Wahrnehmung verändert Warum perfekte Bilder unser Denken lenken – und wie daraus mein Roman ›Auf Sendung‹ wurde. Wir leben in einer Zeit, in der Bilder nicht mehr nur Wirklichkeit zeigen – sie erzeugen Wirklichkeit. Ob Nachrichtensendung, Livestream oder Social-Clip: Was glaubwürdig aussieht, prägt, was wir für wahr halten. Genau hier setzt mein Roman ›Auf Sendung‹ an: eine Samstagabendshow, eine Geiselnahme – und im Saal ist nichts zu sehen. Was passiert, wenn Regie und Realität auseinanderlaufen?
Mich interessiert dabei nicht der Effekt um des Effekts willen, sondern die Mechanik: Wie verändern KI-gestützte Bildprozesse, Echtzeit-Compositing und »intelligente« Filter unseren Blick? Wo kippt kuratierte Sichtbarkeit in Manipulation? Und: Welche Verantwortung tragen Menschen, die Bilder auswählen und senden?
Der Roman ist Fiktion – aber die Fragen sind real. Als Regisseur und Autor habe ich in beiden Welten gearbeitet: im Studio und am Schreibtisch. Diese Doppelperspektive hat das Buch geprägt: Medienlogik trifft auf psychologische Spannung; Technik trifft auf Ethik; Tempo auf Nachdenklichkeit.
Wer kontrolliert, was wir sehen, kontrolliert, was wir glauben. Das gilt im Roman – und in der Wirklichkeit, in der Algorithmen längst Prioritäten setzen, bevor wir überhaupt klicken.
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